Reformation in Tübingen

500 Jahre Reformation

Veranstaltungen im Kirchenbezirk von Mai bis Oktober 2017

Der Evangelische Kirchenbezirk Tübingen hat einen neuen Flyer mit Veranstaltungen zum Jubiläum „500 Jahre Reformation“ herausgebracht. Er umfasst die Monate Mai bis Oktober. Darin finden sich über 60 Einzelveranstaltungen und Veranstaltungsreihen, die die Gemeinden des Kirchenbezirks in den kommenden Monaten planen: Vorträge, Konzerte, Gottesdienste, Ausstellungen und vieles mehr. [zum Flyer]

Zur baden-württembergweiten „Nacht der Freiheit“ öffnen in Tübingen am 12. Mai um 20 Uhr die Stiftskirche und die Stephanuskirche ihre Türen und thematisieren die für Martin Luther und die Reformation wichtige Erfahrung der Freiheit mit einem vielfältigen Programm.  

Wer mit dem Reformationsjubiläum bisher nicht viel anfangen konnte, ändert seine Meinung möglicherweise am 23. Mai um 20.15 Uhr im Tübinger Schlatterhaus. Dort fragt der Kirchenhistoriker Professor Volker Leppin in einem Vortrag „Was geht mich die Reformation an?“. In der evangelischen Kirche in Rottenburg wird am 29. Juli beim Bibelmarathon 24 Stunden nonstop die Luther-Bibel gelesen – unter anderem von der evangelischen Dekanin Elisabeth Hege, Regierungspräsident Klaus Tappeser und Oberbürgermeister Stephan Neher. Open-Air-Kino gibt es am 8. September im Maislabyrinth in Wolfenhausen. Zu sehen ist „Katharina Luther“ – ein Film über die Frau des Reformators. In Pfäffingen öffnet am 15. September und am 14. Oktober der Gewölbekeller unter dem Pfarrhaus seine Tür. An einem „geistlichen Stammtisch“ wird dort die von Luther geschätzte Tradition der Tischreden gepflegt.

Auf dem Programm stehen auch viele Konzerte. So führt am 9. Juli der Chor des Evangelischen Stifts die von Hans-Peter Braun komponierte Kantate „Maranatha – Herr, komm bald!“ in der Tübinger Stephanuskirche auf. Vier Chöre singen am 15. Juli in der evangelischen Kirche in Gomaringen Motetten und Lieder von Martin Luther bis zur Gegenwart. Auch Kinder kommen auf ihre Kosten, etwa beim Kindermusical „Martin Luther“, das die Kinderchöre der Tübinger Eberhardsgemeinde am 28. und 29. Oktober im Gemeindehaus aufführen. Auch bei den Kinderbibeltagen Ende Oktober in Rottenburg und Hirschau steht der Reformator im Mittelpunkt.

Die dunkle Seite Luthers zeigt eine Ausstellung vom 27. Juni bis 26. Juli im Tübinger Gemeindehaus Lamm. Sie trägt als Titel das Lutherzitat „Ertragen können wir sie nicht“ und thematisiert das Verhältnis des Reformators zu den Juden. Eine dreiteilige Vortragsreihe begleitet die Ausstellung. Den reformatorischen Grundsatz „Christus allein“ entfaltet die Ökumenische Woche der Verkündigung vom 29. Oktober bis 5. November in Bodelshausen mit mehreren Vorträgen und Gottesdiensten.

Der Reformationstag 2017 ist der Höhepunkt des Jubiläumsjahres. 500 Jahre nachdem Martin Luther seine 95 These veröffentlicht hat, lädt Bezirkskantor Ingo Bredenbach zum Festkonzert „500 Jahre Reformation“ in die Stiftskirche: Ab 17 Uhr spielen das Orchester Camerata viva und Jens Wollenschläger an der Orgel Werke von Otto Nicolai, Francis Poulenc und Felix Mendelssohn. Am Vormittag desselben Tags feiern Christen überall im Kirchenbezirk Tübingen Festgottesdienste. Der Reformationstag ist in diesem Jahr gesetzlicher Feiertag.

Eine ökumenische Bestandsaufnahme machen der Bischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Dr. h.c. Frank Otfried July und sein katholischer Amtsbruder, Bischof Dr. Gebhard Fürst, kurz nach dem Reformationstag.  Bei einem Podiumsgespräch am 4. November in der Rottenburger Zehntscheuer fragen sie: „500 Jahre Reformation – Was verbindet uns, was trennt uns noch?“

Das Faltblatt mit den Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum liegt in allen Kirchengemeinden des Evangelischen Kirchenbezirks Tübingen und in der Tübinger Touristeninformation an der Neckarbrücke aus.

Veranstaltungen im Kirchenbezirk von Februar bis Mai 2017

Über 50 neue Veranstaltungen zum Jubiläum „500 Jahre Reformation“ gibt es von Februar bis April im Evangelischen Kirchenbezirk Tübingen. Eine Programmübersicht mit Konzerten, Vorträgen, Gottesdiensten und Glaubenskursen von Februar bis April ist jetzt erschienen. [zum Flyer]

Ein musikalisches Highlight ist dabei die Uraufführung des Oratoriums „Die Graue Passion“ am 1. April in der Tübinger Stiftskirche. Komponist Klaus Sebastian Dreher hat Textfragmente einer mittelhochdeutschen Passionsharmonie vertont. Seine Komposition ist stark von den gleichnamigen Altartafeln Hans Holbeins des Älteren angeregt.

Gleich mehrere Kirchengemeinden im Kirchenbezirk Tübingen laden zu einem Glaubenskurs mit dem Titel „vergnügt.erlöst.befreit – einfach evangelisch“ ein. An vier Abenden lernen die Teilnehmenden in Gomaringen-Stockach, Walddorfhäslach, Derendingen, Belsen und Mössingen zentrale Aussagen des christlichen Glaubens kennen. Dabei geht der Kurs an den vier Grundsätzen der Reformation entlang: Allein die Gnade, Allein Christus, Allein der Glaube, Allein die Schrift.  

Luther war die prägende Person der Reformation, doch die Reformation lässt sich nicht auf den Reformator beschränken. „Mehr als Luther“ heißt deshalb eine Ökumenische Bibelwoche in Hagelloch, die Frauengestalten der Reformation und die oberdeutsche, von Huldrych Zwingli geprägte Reformation vorstellt. Zudem wird die Reformation aus Sicht der Evangelisch-Methodistischen Kirche in den Blick genommen und daran erinnert, dass es vor und nach Luther auch katholische Reformbewegungen gab. 

Mit Michael Sattler wird am 7. März im Rottenburger Gemeindezentrum Kirchgasse auch ein Vertreter des so genannten linken Flügels der Reformation und der Täuferbewegung vorgestellt. „Den Angreifer betend und wehrlos empfangen“ heißt der Vortrag von Wolfgang Krauß. Der Theologe und Prediger in der Mennonitengemeinde Augsburg spricht über die Begründung des Pazifismus bei Michael Sattler und Dietrich Bonhoeffer.

Diese ökumenische Dimension haben mehrere der kommenden Jubiläumsveranstaltungen. So ist beispielsweise der katholische Pfarrer Dr. Alois Krist „Zu Gast bei Luthers“. Der gleichnamige Abend am 18. Februar im Gemeindesaal der Tübinger Stephanuskirche bietet Gästen ein sechsgängiges Menü, Musik aus der Reformationszeit sowie Beiträge in Anlehnung an Luthers Tischreden. Redner sind neben Alois Krist Professor Dr. Volker Leppin, Dekanin Elisabeth Hege, Pfarrerin Katharina Bärenfänger und Pfarrer Ulrich Zeller.

In gedruckter Form liegt das Faltblatt mit allen Veranstaltungen der kommenden drei Monate liegt in den evangelischen Kirchen sowie im Touristeninformationszentrum an der Neckarbrücke aus.

Veranstaltungen im Kirchenbezirk von November 2016 bis Januar 2017

Ob Kinderbibeltage in Mössingen oder Ringvorlesung im Kupferbau, ob Männerabend in Gomaringen oder Orgelkonzert in der Stiftskirche – alle diese Veranstaltungen haben zwei Dinge gemeinsam: Sie alle finden in und um Tübingen statt, und sie alle feiern ein Ereignis: 500 Jahre Reformation. [zum Flyer]

Als Luther die Gnade Gottes entdeckte, da fühlte er sich, als wäre er „durch offene Türen ins Paradies selbst eingetreten“.  Diese Freiheitserfahrung war von da an Luthers Lebensthema. „… da ist Freiheit“ lautet deshalb das Motto der Evangelischen Landeskirche in Württemberg für das Jahr des Reformationsjubiläums 2017.

Luthers Person und seine Botschaft sind in den kommenden Monaten das Thema zahlreicher Veranstaltungen im Evangelischen Kirchenbezirk Tübingen. Damit man auf einen Blick sehen kann, was in und um Tübingen in Sachen Reformationsjubiläum los ist, gibt es einen Flyer. Zunächst für die ersten drei Monate des Jubiläumsjahres, Dezember bis Februar, dann gibt es eine Fortsetzung. Für jeden ist etwas dabei: Fest-, Familien-, und Jugendgottesdienste, Konzerte, Vorträge, Bibelabende, Kinderbibeltage, ein Theaterstück oder ein Nachtcafé.

Und: Das Geschichtenmobil des Europäischen Stationenweges macht vom 16. bis 18. Dezember Halt in Tübingen. Zu dem 16 Meter langen Truck gibt es ein vielfältiges Begleitprogramm. Auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Landesbischof Frank Otfried July kommen dann nach Tübingen und diskutieren im Evangelischen Stift mit weiteren Gästen über „Bildung und Religion“.

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