Landesjungenschaftstag im Kirchenbezirk Tübingen

Wenn Äxte fliegen, Stromschläge durch den Heißen Draht zischen und während des Gottesdiensts gefrühstückt wird, dann ist Landesjungenschaftstag. Am 12. Mai war er im Kirchenbezirk Tübingen. Die CVJMs Dußlingen, Gomaringen und Öschingen waren die Gastgeber.

Über 260 Jungs strömen mit ihren Mitarbeitern auf dem Schulgelände in Dußlingen ein. Noch sind die meisten Gesichter verschlafen. Jedes Team bringt das eigene Frühstück mit. Von Weißwürsten, über einem Brotbackofen bis hin zum original französischen Frühstück ist alles dabei. Die besten Kreationen werden zum Start des Gottesdienstes prämiert. Auf den Siegerplatten sind neben frisch gemachtem Rührei, Erdbeeren, heißer Kaffee und Landjäger zu sehen. Letzteres ist das Motto des Tages, welches an die diesjährige Jahreslosung „Suche Frieden und jage ihm nach“ aus Psalm 34,15 angelehnt ist.

Pfarrer Hanns Wolfsberger predigt zum Thema, während die Jungs an Biertischen sitzen und ihre mitgebrachten Speisen verzehren. Er ermutigt die Jungs, hilfsbereit und friedlich durchs Leben zu gehen. „Frieden ist dann, wenn wir bereit sind etwas zu tun, ohne einen Vorteil daraus zu ziehen.“ Als Beispiel nennt Wolfsberger das Ehrenamt der Jungenschaftsmitarbeiter.

Gestärkt an Leib und Seele, starten 46 Mannschaften auf den zwölf Kilometer langen Stationenlauf. Zwei Runden mit je sechs Kilometern gilt es zu absolvieren. Auf der „Gomaringer Runde“ können sich die Jungs richtig auspowern: Ein XXL Heißer Draht, welcher zwischen zwei Traktoren gespannt ist, muss möglichst ohne Berührung geführt werden; die Treppenstufen des Gomaringer Schlosses sollen so schnell wie möglich erklommen werden. Oben angekommen müssen die Läufer zu ihrer Überraschung schnellstmöglich eine Banane essen. 300 Kilogramm  schwere Strohballen werden durch einen Parcours gerollt; eine zweiminütige Grundausbildung der Feuerwehr gibt es gratis dazu. Nach einer gemeisterten Runde bekommen die Jungs Pulled Pork zum Mittagessen serviert. Auf der „Dußlinger Runde“ wird Wasser über löchrige Gerüstplatten transportiert, Äxte werden auf Baumstämme geworfen, Landjäger werden durch den heißen Draht geführt.

Wer nach dem Stationenlauf noch genügend Power hat, kann sich beim Rahmenprogramm austoben: Dort wird Bumperball gespielt, Feuer gelöscht und Bagger gefahren. Spätestens bei der Abschlussveranstaltung sind dann jedoch alle Teilnehmer fix und fertig, aber glücklich und zufrieden. Nach einem Wort auf den Weg für die Jungs warten alle gebannt auf die Siegerehrung. Die Siegermannschaft freut sich auf eine Fahrt mit dem Heißluftballon.

Platz eins unter den 13- bis 17-Jährigen belegte die Jungenschaft Weissach, gefolgt von „No Name 0815“  aus Maschalkenzimmern und den Lokalmatadoren „Die Hechte im Karpfenteich 2“ aus Gomaringen. Unter den über 18-jährigen „Senioren“ stand die Jungenschaft aus Enzweihingen ganz oben auf dem Treppchen, den zweiten Platz belegten mit den „Gringos´s“ aus Öschingen eine Mannschaft aus dem Kirchenbezirk. Auf den dritten Platz kamen die Owener „Bären“.

Geschrieben von Marcel Steinmaier und Andy Klooz am 17.05.2019.