"Dankbar und offen für Neues"

In einem Gottesdienst am kommenden Sonntag, 14. Oktober, setzt Dekanin Elisabeth Hege den neuen Dußlinger Pfarrer Jochen Wolber in sein Amt ein. Die Feier in der Peterskirche beginnt um 14 Uhr. Im Dienst ist der Nachfolger von Matthias Adt seit 1. Oktober.

Mit seiner Familie ist Jochen Wolber schon Anfang September von Aidlingen, wo er elf Jahre lang Pfarrer war, ins Dußlinger Pfarrhaus umgezogen – rechtzeitig zum Schulbeginn. Der 46-Jährige und seine Frau Dorothee haben mit Moritz und Max zwei schulpflichtige Söhne. Tochter Emma besucht den Dußlinger Kindergarten.

Wohnhaft am neuen Ort, aber im Dienst noch in Aidlingen, hat Jochen Wolber im September die Aidlinger Gemeinde von Dußlingen aus betreut. Oft ist er gependelt. Einige Nächte hat der leidenschaftliche Camper im Wohnwagen in Aidlingen verbracht. Damit ist seit letzter Woche Schluss. „Ich bin dankbar für das, was war und offen für Neues“, sagt Wolber im Rück- und Ausblick.

Aufgewachsen ist der Pfarrer in Grömbach im Schwarzwald (Dekanat Nagold). Nach dem Abitur machte er eine Lehre als Industriekaufmann, ehe er den Weg ins geistliche Amt einschlug. Die dafür notwendigen Sprachen, Hebräisch und Griechisch, lernte Wolber im norddeutschen Krelingen. Theologie studierte er dann in Tübingen und Heidelberg. Nach dem Vikariat in Ludwigsburg-Hoheneck war Wolber drei Jahre Pfarrer für Tourismus- und Gastronomieseelsorge im Kirchenbezirk Freudenstadt – ein Bereich, der ihm vertraut war: Schon als Jugendlicher und bis zum Ende seines Studiums jobbte der Theologe regelmäßig in einem Hotel nahe seines Heimatortes. 2007 wechselte der Seelsorger als Gemeindepfarrer nach Aidlingen.

Wenn er nicht in Sachen Gemeinde unterwegs ist, fährt Jochen Wolber gerne Fahrrad, wandert, baut mit seinen Söhnen an der Modelleisenbahn oder klettert mit ihnen. Einmal im Jahr geht er mit einem guten Freund auf Hüttentour. „Das brauche ich zum Ausgleich“, so der Theologe.

Geschrieben von Andreas Föhl am 08.10.2018.