Organisatorin und Netzwerkerin

Das evangelische Kreisbildungswerk hat eine neue Bildungsreferentin. Lone Cornelius kümmert sich seit Mitte September um die Erwachsenenbildung im Kirchenbezirk Tübingen. Die 56-Jährige ist Nachfolgerin von Karola Vollmer, die im Januar nach fast zwölf Jahren das Kreisbildungswerk verlassen hat.

„Ich organisiere und netzwerke gerne“, sagt die neue Bildungsreferentin, die ihr Büro im Haus der Kirche „Villa Metz“ hat. Die gebürtige Hamburgerin bringt damit gute Voraussetzungen mit, um Ansprechpartnerin für die Erwachsenenbildner im Kirchenbezirk zu sein und die Angebote der Kirchengemeinden zu koordinieren. „Ich versuche Menschen in Kontakt zu bringen und dazu beizutragen, dass sie voneinander profitieren“, nennt Cornelius ein Ziel ihrer Arbeit.

Reizvoll an der neuen Stelle ist für die Sozialpädagogin auch, „im kirchlichen Bezug zu arbeiten“. Denn der evangelischen Kirche fühlt sich die Mutter von zwei erwachsenen Söhnen, die mit ihrem Mann in Kilchberg lebt, sehr verbunden. Als Jugendliche hat sie sich in der evangelischen Jugendarbeit engagiert. Heute arbeitet sie ehrenamtlich in der evangelischen Kirchengemeinde in Kilchberg mit. „Das ist Teil meiner Biografie“, so Cornelius.

Dass Lone Cornelius bereits seit über 50 Jahren im Schwabenland lebt und in Neidlingen im Kreis Esslingen aufgewachsen ist, hört man ihr nicht an. Von Dialekt keine Spur. Die neue Bildungsreferentin hat an der Evangelischen Fachhochschule in Reutlingen Sozialpädagogik studiert. Nach dem Studium arbeitete sie zunächst in einer Wohngruppe mit verhaltensauffälligen Jugendlichen, dann in einem heilpädagogischen Kinderzentrum der Evangelischen Gesellschaft in Stuttgart. Es folgte ein einjähriger Au Pair Aufenthalt in den USA.

Während ihrer Familienphase hat die neue Bildungsreferentin Eltern-Kind-Gruppen in der Tübinger Familienbildungsstätte (FBS) geleitet. Die Verbindung zur FBS besteht bis heute: Lone Cornelius gehört dem Vorstandstrio des Trägervereins an. Die letzten sieben Jahre war die Sozialpädagogin beim Freundeskreis Mensch, einer Behinderteneinrichtung im Landkreis Tübingen, beschäftigt. In Tübingen und Rottenburg hat sie mehrere Projekte mit dem Ziel begleitet, behinderte Menschen an Kultur-, Bildungs- und Freizeitangeboten teilhaben zu lassen. „Ich habe immer gern mit Menschen gearbeitet“, fasst die Sozialpädagogin ihren bisherigen beruflichen Werdegang zusammen.

Inklusion könnte auch ein Thema an ihrer neuen Wirkungsstätte werden, blickt die Bildungsreferentin in die Zukunft. Bevor sie eigene Schwerpunkte setzt, möchte sich die Sozialpädagogin zunächst aber einmal orientieren und sehen, welchen Bedarf die Kirchengemeinden haben.

Geschrieben von Andreas Föhl am 13.10.2017.