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Das Schweigen der Glocken

Die drei Glocken der Tübinger Eberhardskirche schweigen für mehrere Monate. Wegen Sanierungsarbeiten am Kirchturm werden die Glocken im Laufe der kommenden Woche, voraussichtlich am Mittwoch, 24. Mai, abgeschaltet.

Es wird still in der Südstadt rund um die Eberhardskirche. Das vertraute tägliche Läuten um sieben, zwölf und um 18 Uhr sowie vor den Gottesdiensten bleibt aus, ebenso das Schlagen der Glocken zu jeder Viertelstunde.

Die Betonkonstruktion des 1960 erbauten Turms der Eberhardskirche muss von Grund auf saniert werden. Auch die Kirchturmuhr samt Läutemaschine ist in die Jahre gekommen und wird ausgebaut und überholt. Die Kosten der Renovierung in Höhe von rund 290.000 Euro tragen die Gesamtkirchengemeinde, der Kirchenbezirk Tübingen und die Eberhardsgemeinde gemeinsam. Rund 30.000 Euro sollen aus Spenden finanziert werden.

Voraussichtlich im Oktober werden die Glocken der Eberhardskirche wieder erklingen. Pfarrer Jan Christoph Wiborg hofft, dass der 34 Meter hohe Turm bis zum Gemeindefest am 8. Oktober saniert ist. Spätestens zum Reformationstag am 31. Oktober, 500 Jahre nachdem Martin Luther seine 95 Thesen angeschlagen und damit die Reformation eingeläutet hat, sollen auch die Glocken wieder schlagen und läuten.

Info: Beim Läuten wird eine Glocke in eine Pendelbewegung versetzt, so dass der Klöppel im Innern gegen die Glockenwand schwingt. Beim Schlagen dagegen bleibt die Glocke unbewegt und eine Art Hammer schlägt von außen an die Glocke.

Geschrieben von Andreas Föhl am 20.05.2017.


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