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Evangelische Kirche verkauft Gebäude

Die evangelische Gesamtkirchengemeinde Tübingen hat sich von ihrem Haus in der Neckarhalde 32 und vom ehemaligen Kindergartengebäude im Rotbad getrennt. Die Verkäufe im November wurde jetzt vom Oberkirchenrat in Stuttgart bestätigt und sind damit offiziell. Mit den Veräußerungen setzt die Gesamtkirchengemeinde einen Teil ihrer Immobilienkonzeption um, die sie 2013 beschlossen hat.

Neuer Besitzer der Neckarhalde 32 ist eine Bauherrengemeinschaft, die das 1832 erbaute, denkmalgeschützte Gebäude sanieren und dann als Wohnraum vermieten will. Das Haus wurde im Sommer dieses Jahres für 1,2 Millionen Euro öffentlich angeboten. Unter den zahlreichen Interessenten wählte die Gesamtkirchengemeinde diejenigen aus, die das Gebäude denkmalgerecht sanieren, langfristig nutzen und dort Miet-Wohnraum schaffen wollten. Unter ihnen kam es zu einem Bieterverfahren. Über die Höhe der letztendlich erzielten Kaufsumme wurde Stillschweigen vereinbart.

Bereits 2013 hatte die Gesamtkirchengemeinde Tübingen beschlossen, sich von einem ihrer drei Gebäude in der Neckarhalde zu trennen. Bei der Erarbeitung einer Immobilienkonzeption wurde deutlich, dass die Kirche ihre insgesamt 44 Gebäude auf Dauer nicht würde halten können. Ein Jahr später entschied man sich für den Verkauf der Neckarhalde 32, da Sanierungsarbeiten insbesondere im Bereich des Brandschutzes von mindestens 1,4 Million Euro notwendig geworden wären, um das Gebäude weiter nutzen zu können. In der Neckarhalde 32 waren das Asylzentrum Tübingen, der Tübinger Arbeitslosentreff sowie der Schülertreff „Schüli“ untergebracht. Nachdem alle drei Einrichtungen eine neue Bleibe gefunden hatten und das Verfahren für eine nutzungsrechtliche Änderung abgeschlossen war, konnte die Gesamtkirchengemeinde das Haus im Sommer zum Kauf anbieten.

Auch das Gebäude, in dem bis vor kurzem der evangelische Kindergarten im Rotbad untergebracht war, wurde verkauft. Den Verkauf des Gebäudes hatte die Gesamtkirchengemeinde ebenfalls bereits im Rahmen ihrer Immobilienkonzeption 2013 beschlossen. Der Kindergarten konnte im Sommer in einen Neubau auf dem Gelände des Paul-Lechler-Krankenhauses umziehen, so dass der Veräußerung des stark sanierungsbedürftigen Gebäudes nichts mehr im Wege stand.

Geschrieben von Andreas Föhl am 16.12.2016.


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