Osterpredigt von Dekanin Elisabeth Hege

„Der Auferstandene ist vom Ostermorgen an bei uns und mit uns, nicht nur in der Erinnerung“, sagte Dekanin Elisabeth Hege in ihrer Osterpredigt am Ostersonntag, 31. März in der Stiftskirche: „Er ist bei uns in der Kraft, die Gott schenkt: Mit der Kraft seiner Liebe. Mit den Kräften der Heilung, der Vergebung, der Zuwendung zu den Schwachen – ja, und auch in der Kraft, sich mit andern Mächten  auseinanderzusetzen, Unrecht beim Namen zu nennen – und in die Schranken zu weisen, was das Leben bedroht.“

Zwar könne man jetzt noch nicht die ganze Wirklichkeit erkennen, führte die Dekanin aus: „Unser Blick reicht bis zu der uns zugewandten Seite von Tod und Grab. Noch findet unser Suchen und Fragen seine natürliche, leibliche, Grenze.“ In der Begegnung mit dem auferstandenen Jesus Christus öffne sich aber eine neue Zeit, so Dekanin Hege: „Der Auferstandene ruft uns: Siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende. - Das ist seine Antwort auf unser Suchen, Hoffen und Zweifeln.“

„Zwar wird uns all das immer wieder einmal einholen, die Tage und die Nächte,  in denen unklarer wird, wohin der Weg geht, oder die Frage, wo seine Wort und sein Ruf denn zu hören sei in unserem Leben“, sagte Dekanin Hege: „Aber der Weg hat seine Richtung bekommen, unwiderruflich. Der Auferstandene ist von jetzt an bei uns, für immer. Darum wissen wir, wohin wir gehen.“

Geschrieben von Pressepfarrer Peter Steinle am 01.04.2013.