Bezirkssynode: Neuwahlen in alle Gremien

Professor Martin Beck

Der neue Vorsitzende der Bezirkssynode des Evangelischen Kirchenbezirks Tübingen ist auch der alte: Professor Martin Beck aus Gniebel wurde bei der konstituierenden Sitzung der Synode am Montag, 3. März im evangelischen Gemeindehaus Lustnau mit großer Mehrheit wiedergewählt.

Gemeinsam mit Dekanin Dr. Marie-Luise Kling-de Lazzer und in gegenseitiger Vertretung leitet er den Evangelischen Kirchenbezirk Tübingen mit seinen 46 Kirchengemeinden, in denen rund 88.000 evangelische Christen leben.

Der Wahl vorausgegangen war eine Zuwahl: Weil Beck dem Kirchengemeinderat seiner Heimatgemeinde Gniebel nicht mehr angehört und so auch nicht in die Bezirkssynode delegiert werden konnte, musste durch die Zuwahl erst die Voraussetzung geschaffen werden für Becks Kandidatur. Ebenfalls zugewählt wurden Irmhild Buttler-Klose, Mitglied im Bezirksarbeitskreis Frauen als Verbindungsperson zur evangelischen Frauenarbeit, Studierendenpfarrer Dr. Thomas Hörnig als Verbindungsperson zur Studierendenarbeit und Pfarrerin Andrea Stübler aus Rottenburg als Vorsitzende des evangelischen Kreisbildungswerkes.

Zwischen den Sitzungen der dreimal jährlich tagenden Bezirkssynode ist der Kirchenbezirksausschuss das Leitungsgremium, das wichtige Entscheidungen trifft. In dieses Gremium gewählt wurden Wolfgang Dieter aus Tübingen, Albert Hörz aus Öschingen, Peter Klett aus Dußlingen, Heide Mattheis aus Rottenburg, Barbara Migge aus Tübingen und Rainer E. Müller aus Tübingen sowie Pfarrerin Gabriele Duncker aus Dettenhausen, Pfarrer Joachim Rieger aus Mössingen und Pfarrer Ulrich Zeller aus Tübingen.

Dekanin Dr. Marie-Luise Kling-de Lazzer zeigte sich dankbar und zufrieden, dass auch alle Fachausschüsse der Synode vom Diakonischen Bezirksausschuss über den Jugendausschuss und den Kindertagesstättenausschuss bis zum Ausschuss für die Psychologische Beratungsstelle mit der jeweils erforderlichen Mitgliederzahl komplett und kompetent besetzt werden konnten. In ihrem Bericht vor der Synode bezeichnete die Dekanin es als erste Aufgabe des Kirchenbezirks, die Gemeinden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen. Als Beispiele nannte sie die Arbeitsbereiche Jugendarbeit, Diakonie, Erwachsenenbildung, Kindertagesstätten und Kirchenmusik. In einem Ausblick skizzierte sie die Aufgaben, die auf die neue Bezirkssynode zukämen: Dazu gehöre die Entscheidung über die künftige Trägerschaft der Suchtberatung im Diakonischen Werk, die Umsetzung der bereits beschlossenen Strukturveränderungen im Diakonat und die Kindertagesstätten, deren Trägerschaft der Kirchenbezirk auf Wunsch und Antrag betroffener Kirchengemeinden zu übernehmen bereit ist.

Pfarrer Dr. Klaus-Dieter Nikischin informierte die neuen Bezirkssynodalen über den bevorstehenden Besuch einer Delegation aus dem Partner-Kirchenbezirk East Mungo South in Kamerun: Vom 5. Juli an seien acht Personen aus Kamerun drei Wochen lang zu Gast im Kirchenbezirk Tübingen. Zu den Höhepunkten des Besuchsprogramms gehöre ein englischsprachiges Bibelseminar vom 8. bis 10. Juli. „Im Zeitalter der Globalisierung ist dies eine andere Art der Globalisierung“, erklärte Nikischin: „Als Kinder Gottes sind wir alle Geschwister!“

In die Bezirkssynode entsenden die Kirchengemeinderäte der 46 evangelischen Kirchengemeinden je nach ihrer Größe zwischen ein und drei Delegierte, Mitglieder kraft Amtes sind außerdem alle geschäftsführenden Pfarrerinnen und Pfarrer sowie der Schuldekan, der Bezirksrechner, die Referentin der Dekanin und der Vorsitzende des Bezirksjugendwerks. Von den 68 gewählten Mitgliedern gehören 43 erstmals der Bezirkssynode an. Insgesamt hat die neue Bezirkssynode nach den Zuwahlen 126 stimmberechtigte Mitglieder.

Anhang: Die Besetzung der Synodalausschüsse nach den Wahlen bei der konstituierenden Sitzung der Bezirkssynode:

Kirchenbezirksausschuss

Kirchenbezirksausschuss:

Im Bild oben von links nach rechts: Professor Martin Beck (Vorsitzender der Bezirkssynode), Bezirksrechner Martin Schüßler, Heide Mattheis, Rottenburg, Rainer E. Müller, Tübingen, Dekanin Dr. Marie-Luise Kling-de Lazzer, Friedrich Schuller, Pfrondorf, Pfarrerin Gabriele Duncker, Dettenhausen, Albert Hörz, Öschingen, Pfarrer Joachim Rieger, Mössingen, Pfarrer Ulrich Zeller, Tübingen, Wolfgang Dieter, Tübingen, Peter Klett, Dußlingen

Diakonischer Bezirksausschuss:

Ulrich Clauß, Rottenburg, Johannes Flothow, Tübingen, Hans-Rainer Fritz, Mössingen, Siegfried Hoch, Tübingen, Angela Krohmer, Tübingen, Pfarrer Michael Odenwald, Kirchentellinsfurt, Dr. Thomas Schlunk, Tübingen

Jugendausschuss:

Rainer Single, Tübingen, Karin Waneck, Derendingen, Tobias Zeeb, Dettenhausen

Ausschuss für Kindertagesstätten:

Heide Mattheis, Rottenburg, Dr: Barbara Miller-Hänisch, Pfäffingen, Margarete Wolf, Kirchentellinsfurt, Pfarrerin Angelika Volkmann, Tübingen, Pfarrer Martin Winter, Kusterdingen

Ausschuss für die Psychologische Beratungsstelle:

Christiane Pröllochs, Tübingen, Pfarrerin Angelika Volkmann, Tübingen

Vertreter im Diakonieverband Reutlingen:

Siegfried Hoch, Tübingen

Vertreterin im landeskirchlichen Beirat für Chancengleichheit:

Dr. Ursula Hörnle, Nellingsheim

Geschrieben von Pressepfarrer Peter Steinle am 04.03.2008.


  
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