Tübinger Landessynodaler wird Ausschussvorsitzender

Dr. Harald Kretschmer

Dr. Harald Kretschmer (67), einer der drei im November gewählten Abgeordneten des Evangelischen Kirchenbezirks Tübingen in der 14. württembergischen evangelischen Landessynode, übernimmt dort als Synodalneuling gleich eine leitende Aufgabe: Am Wochenende wurde er bei der Klausurtagung der Landessynode für den Vorsitz des Ausschusses für Mission und Ökumene nominiert.

Kretschmer, der dem als progressiv geltenden Gesprächskreis „Offene Kirche“ angehört, kann in sein neues Amt wichtige Erfahrungen einbringen: Sieben Jahre war er als Tropenmediziner Leiter eines Missionskrankenhauses in Äthiopien, später und bis zum Ruhestand 2003 Chefarzt am Tübinger Paul-Lechler-Krankenhaus.

Vor der offiziellen konstituierenden Sitzung des Kirchenparlaments am 23. Februar sind die neu gewählten Abgeordneten am vergangenen Wochenende in Bad Boll zusammengekommen, um die Besetzung der leitenden Ämter zwischen den vier in der Synode vertretenen Gruppierungen abzustimmen. So soll die Leiterin des größten und als eher konservativ geltenden Gesprächskreises „Lebendige Gemeinde“, Christel Hausding aus Langenau bei Ulm, Synodalpräsidentin werden. Der für den Wahlbezirk Reutlingen in die Synode eingezogene Pfarrer Steffen Kern (Lebendige Gemeinde), Lehrer am Tübinger Albrecht-Bengel-Haus, soll in den Geschäftsführenden Ausschuss gewählt werden, ebenso der Reutlinger Synodale Prof. Dr. Martin Plümicke (Offene Kirche) sowie Markus Munzinger (Kirche für morgen) aus Dettingen/Erms. Der Bad Uracher Dekan Harald Klingler (Lebendige Gemeinde) wird Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Jugend. Neben dem Landeskirchenausschuss und dem Geschäftsführenden Ausschuss gibt es insgesamt sieben Fachausschüsse, die die Arbeit der Synode auch zwischen den Tagungen vorbereiten.

Geschrieben von Pressepfarrer Peter Steinle am 21.01.2008.