Infos im Bezirk - C-Kurse

C-Kurse

C-Kurse und Organistenausbildung

Organistenausbildung und C-Kurs für die nebenamtliche Organisten- und Chorleiter-Tätigkeit. Für Interessierte bieten die Bezirkskantoraten C-Kurse an. Unterrichtet werden die Fächer Orgel, Chorleitung, Musiktheorie, Gehör sowie Hymnologie, Liturgik und Kirchenmusikgeschichte. Weitere Informationen bei den beiden Bezirkskantoren. Anmeldung bei BK Günther Löw

Der nebenberufliche kirchenmusikalische Dienst siehe auch:

http://www.kirchenmusik.elk-wue.de/cms/startseite/ordnungen/pruefungsordnungen/

Zur Qualifizierung dieser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bietet die Landeskirche eine breit gefächerte Aus- und Fortbildung. Diese Ausbildung liegen in der Verantwortung der Bezirkskantorinnen und Bezirkskantoren. Sie informieren alle Interessenten über die Voraussetzungen zur Teilnahme an den entsprechenden kirchenmusikalischen Kursen, die auch durch Angebote des Verbandes „Evangelische Kirchenmusik in Württemberg e.V.“ ergänzt werden. In den von den Bezirkskantoren durchgeführten Kursen, die z. T. auch für ganze Prälaturen angeboten werden, findet der Unterricht der gemeinsamen Fächer aller Fachrichtungen statt: Hymnologie, Liturgik, Kirchenmusikgeschichte, Gehörbildung und Musiktheorie. Posaunenchorleiter werden überwiegend in den Kursen der Posaunenarbeit, Bandmusiker in den Kursen des Referats Musisch kulturelle Bildung des ejw geschult. Der praktische Unterricht betrifft eine oder mehrere von sieben Fachrichtungen:

  • Orgel

  • Keyboard

  • Gitarre

  • Chorleitung

  • Chorleitung (Pop)

  • Kinderchorleitung

  • Bläserchorleitung

Auch dieser Unterricht wird von den Bezirkskantoren angeboten oder es werden geeignete Lehrkräfte vermittelt. Nach einem Unterricht von ein bis zwei Jahren kann der so genannte Befähigungsnachweis in einer oder mehreren Fachrichtungen abgelegt werden. Darunter versteht man eine praktische Prüfung in der Fachrichtung und ein Kolloquium über den Inhalt der Grundlagenfächer. Bezirkskantorinnen und Bezirkskantoren nehmen diese Befähigungsnachweise zusammen mit Dekaninnen und Dekanen bzw. Pfarrerinnen und Pfarrern für Kirchenmusik ab. Bei guter Begabung kann nach einem Unterricht von insgesamt zwei bis drei Jahren (in Tübingen 1,5 bis 2 Jahre) die kirchenmusikalische C-Prüfung abgelegt werden. Die Kosten für die Ausbildung werden von den Kirchenbezirken festgelegt und können bei den Bezirkskantorinnen und -kantoren erfragt werden. Stand 2012 in Tübingen: Kurs mit Orgelunterricht 350.- EUR, ohne Orgelunterricht 250.- EUR.
---------------------------

Richtlinien für die kirchenmusikalische Ausbildung

 

in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg

mit dem Abschluss eines „Befähigungsnachweises“

für die Fachrichtungen

Orgel, Keyboard, Gitarre, Chorleitung, Chorleitung (Pop), Kinderchorleitung, Bläserchorleitung

 

Auszug:

4. Zu den Ausbildungsinhalten aller Fachrichtungen gehören Grundlagen in Musiktheorie, Hymnologie, Liturgik und Kirchenmusikgeschichte.

5. Zu den Ausbildungsinhalten der Fachrichtungen Orgel, Keyboard und Gitarre gehören außerdem: Literaturspiel* und Improvisation*, Literaturkunde und Gehörbildung. (*Für den Unterricht in Keyboard und Gitarre werden geeignete Lehrkräfte vermittelt.)

6. Zu den Ausbildungsinhalten der Fachrichtungen Chorleitung, Chorleitung (Pop), Kinderchorleitung und Bläserchorleitung gehören außerdem: Chorische Stimmbildung (in der Fachrichtung „Bläserchorleitung“: Chorisches Einblasen), Schlagtechnik, Probenmethodik, Literaturkunde und Gehörbildung.

8. In den Fachrichtungen Orgel, Keyboard und Gitarre besteht die Prüfung außerdem in einem Probespiel, das folgende Teile umfasst: Freies Instrumentalvorspiel

Die Begleitung von 4 Gemeindeliedern mit Intonationen (Intros) Die Begleitung der liturgischen Teile des Gottesdienstes Choralspiel oder freies Instrumentalspiel (als Nachspiel).

Das Probespiel soll darüber Auskunft geben, ob die Fähigkeiten zum gottesdienstlichen Instrumentalspiel in ausreichendem Maß vorhanden sind.

9. In den Fachrichtungen Chorleitung, Chorleitung (Pop), Kinderchorleitung und Bläserchorleitung besteht die Prüfung außerdem aus einer Chorprobe (30 Minuten) einschließlich Chorischer Stimmbildung (bzw. Chorischem Einblasen).

10. Über das bestandene Kolloquium wird ein Zeugnis ausgestellt, das vom Bezirkskantor oder von der Bezirkskantorin und dem Dekan oder der Dekanin bzw. dem Pfarrer oder der Pfarrerin für Kirchenmusik bzw. von den vom Landeskirchenmusikdirektor oder von der Landeskirchenmusikdirektorin beauftragten Personen unterzeichnet und vom Landeskirchenmusikdirektor oder von der Landeskirchenmusikdirektorin gegengezeichnet wird. Die Fähigkeiten des Instrumentalisten oder der Instrumentalistin bzw. des Chorleiters oder der Chorleiterin sollen in diesem Zeugnis beschrieben werden. Auf Noten wird verzichtet.

11. Dieses Zeugnis gilt als Befähigungsnachweis für Instrumentalspiel bzw.

Chorleitung der entsprechenden Fachrichtung.

12. Als Befähigungsnachweise gelten auch die D-Prüfungen anderer Landeskirchen in der EKD für die entsprechenden Fachrichtungen.

13. Der Landeskirchenmusikdirektor oder die Landeskirchenmusikdirektorin kann auch andere Prüfungen als Befähigungsnachweis anerkennen.

 

 

Richtlinien für die kirchenmusikalische C-Ausbildung in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg vom 18. November 1997 AZ 59.163 Nr. 10/1

 

Auszüge daraus:

§ 1 Ziel der Ausbildung

Durch die kirchenmusikalische C-Ausbildung werden die Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, die Voraussetzung für den nebenberuflichen Dienst als Kirchenmusiker/ Kirchenmusikerin in einer evangelischen Kirchengemeinde sind. Entsprechend der Vielfalt der kirchenmusikalischen Arbeit in den Kirchengemeinden gehören dazu Grundkenntnisse in den wesentlichen Fachgebieten der Kirchenmusik und vertiefte Kenntnisse in mindestens einer der Fachrichtungen Orgel, Keyboard, Gitarre, Chorleitung, Kinderchorleitung, Bläserchorleitung oder Chorleitung/Pop. Die Ausbildung führt zur kirchenmusikalischen C-Prüfung in der Evang. Landeskirche in Württemberg.

 

§ 2 Gestaltung und Dauer der Ausbildung

(1) Die Ausbildung wird in Lehrgängen durchgeführt, deren Dauer zwei bis drei Jahre umfasst. Diese werden als Veranstaltungen der Kirchenbezirke von den Bezirkskantoren/Bezirkskantorinnen angeboten.

(2) Ergänzend gibt es überregionale Fachkurse kirchlicher Werke und Einrichtungen, die hierzu vom Landeskirchenmusikdirektor/von der Landeskirchenmusikdirektorin beauftragt sind. Die Fachkurse können sich auch auf bestimmte Ausbildungsteile und einzelne Fächer beziehen.1

 

§ 3 Leitung und Lehrkräfte

(1) Die fachliche Verantwortung für die C-Ausbildung liegt beim Landeskirchenmusikdirektor/ bei der Landeskirchenmusikdirektorin. Alle an der Ausbildung Beteiligten sind ihm/ihr verantwortlich.

(2) Der Unterricht in den Lehrgängen der Kirchenbezirke wird von den Bezirkskantoren und Bezirkskantorinnen erteilt. Mit der Durchführung der Lehrgänge, zusätzlicher Lehrgänge und überregionaler Fachkurse können auch andere Kirchenmusiker und Kirchenmusikerinnen und weitere Lehrkräfte beauftragt werden. Die Beauftragung erfolgt durch den Landeskirchenmusikdirektor/die Landeskirchenmusikdirektorin.

 

§ 4 Voraussetzungen für die Aufnahme in die C-Ausbildung

(1) Das Mindestalter für den Beginn der Ausbildung beträgt 15 Jahre. Ausnahmen bedürfen der Genehmigung des Landeskirchenmusikdirektors/der Landeskirchenmusikdirektorin.

1 Derzeit werden vom Verband „Evang. Kirchenmusik in Württemberg“, vom „Evangelischen Jugendwerk in Württemberg“ Kurse angeboten.

(2) Die Aufnahme in die Ausbildung findet in der Regel aufgrund einer Eignungsprüfung statt. In ihr sind die Grundkenntnisse und die grundsätzlichen Fertigkeiten nachzuweisen, die Voraussetzung für die Ausbildung sind. Es ist zu prüfen, ob bei den Kandidaten aufgrund ihrer musikalischen Begabung das Bestehen der C-Prüfung erwartet werden kann. Die Eignungsprüfung umfasst im einzelnen folgende Fächer:

a) Gehör: Hören und Singen von Intervallen,

Unterscheidung von Dur- und Moll-

Dreiklängen, Nachklatschen von Rhythmen;

b) Musiktheorie: Grundkenntnisse;

c) Singstimme: Vortrag eines Kirchen- oder Volksliedes eigener Wahl;

d) Fachrichtung Orgel: Vortrag eines leichteren Orgelchorals (im Schwierigkeitsgrad des „Orgelbüchlein“);

e) Fachrichtung Keyboard: Vortrag eines mittelschweren Stückes; f) Fachrichtung Gitarre: Vortrag eines mittelschweren Stückes; g) Fachrichtungen Chorleitung,

Kinderchorleitung,

Bläserchorleitung und

Chorleitung/Pop: Vortrag einer mittelschweren Chorstimme; Die Mitgliedschaft in der Evang. Landeskirche in Württemberg ist Voraussetzung für die Zulassung zur kirchenmusikalischen C-Ausbildung. Ausnahmen kann der Landeskirchenmusikdirektor/die Landeskirchenmusikdirektorin zulassen.

Die Eignungsprüfung ist gebührenfrei.

(3) Über die Aufnahme entscheidet der Bezirkskantor/die Bezirkskantorin, der/die die Eignungsprüfung abnimmt und die vorzutragenden Stücke auswählt. Er oder sie können weitere Lehrkräfte zur Eignungsprüfung hinzuziehen. In Bereichen, in denen der Bezirkskantor/die Bezirkskantorin keine entsprechenden Kenntnisse besitzt, soll eine weitere Lehrkraft mit entsprechender Ausbildung zugezogen werden.

 

§ 5 Anmeldung

(1) Die Anmeldung zur C-Ausbildung erfolgt an den zuständigen Bezirkskantor/die zuständige Bezirkskantorin.

(2) Der Anmeldung sind beizufügen:

a) der Nachweis des Bestehens der Eignungsprüfung oder eine Begründung, weshalb eine Eignungsprüfung entbehrlich ist;

b) ein kurzgefasster Lebenslauf mit Lichtbild;

c) eine Stellungnahme des Heimatpfarramts, aus der die Mitgliedschaft in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg hervorgeht;

d) die Bescheinigungen über anderweitige musikalische Ausbildungen, wenn solche vorliegen.

§ 6 Beginn des Unterrichts

Der Beginn der Lehrgänge wird von dem/der zuständigen Bezirkskantor/Bezirkskantorin festgelegt, der Beginn der Fachkurse von den hierfür verantwortlichen Werken und Einrichtungen.

 

§ 8 Unterrichtsfächer

(1) Die Ausbildung umfasst im Gruppenunterricht die Fächer Hymnologie, Liturgik, Gemeindesingen, Singen mit Gruppen, Gehörbildung, Musiktheorie, Kirchenmusikgeschichte, Chorleitung, Kinderchorleitung, Bläserchorleitung, Chorleitung/ Pop, Stimmbildung, Partiturspiel, Orgelbaukunde, Instrumentenkunde, Begleitung sowie für die Fachrichtung Keyboard als Nebenfach das Unterrichtsfach Gitarre und für die Fachrichtung Gitarre als Nebenfach das Unterrichtsfach Keyboard.

(2) Der Gruppenunterricht kann in bestimmten Fächern durch vom Landeskirchenmusikdirektor/ von der Landeskirchenmusikdirektorin anerkannte Kurse oder sonstige zentrale Schulungen ersetzt oder ergänzt werden.

(3) Die Ausbildung für die einzelnen Fachrichtungen umfasst: a) Einzelunterricht in dem Fach Orgelliteraturspiel sowie Liturgisches Orgelspiel (Fachrichtung Orgel);

b) Einzelunterricht im Hauptfach Keyboard oder Gitarre (Fachrichtungen Keyboard und Gitarre);

c) während der C-Ausbildung für die Fachrichtungen Chorleitung, Kinderchorleitung, Bläserchorleitung und Chorleitung/Pop in Absprache mit dem/der für die Ausbildung Zuständigen die regelmäßige Teilnahme an den Proben eines Chores, der von einem/einer in der C-Ausbildung Beauftragten geleitet wird.

Der Einzelunterricht kann auf Wunsch des Ausbildungsteilnehmers bei einer Person seiner Wahl genommen werden, wenn deren Qualifikation ausreichend nachgewiesen ist und keine übergeordneten Gesichtspunkte des gesamten Lehrgangs entgegenstehen.

 

§ 10 Probezeit

(1) Während der ersten 6 Monate der Ausbildung kann diese von Seiten des/der für die Ausbildung Verantwortlichen beendet werden, wenn nachträglich Zweifel an der Eignung des Kandidaten entstanden sind. Die bis dahin angefallenen Gebühren werden nicht erstattet.

 

§ 11 Ende des Unterrichts, Kündigung

(1) Der Unterricht endet mit der C-Prüfung oder im Falle einer Kündigung oder Beendigung der Ausbildung nach § 10 mit deren Wirksamkeit.