Evangelische Kirchengemeinde Hagelloch

Pfarramt Hagelloch

Wahlhau 10
72070 Tübingen

Tel. 07071 · 66580
Fax 07071 · 610704

www.hagelloch-evangelisch.de

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Informationen zum Bild im Seitenkopf

Die hier im Seitenkopf abgebildete Kirchentür gehört zur Evangelischen Kirche in Hagelloch.


Baugeschichte

Die im Dorfzentrum an der Durchgangsstraße gelegene Kirche erscheint auf den ersten Blick älter als sie wirklich ist. In neoromanischem Stil wurde sie in den Jahren 1903 bis 1904 erbaut. Sie ersetzte eine mehrfach erweiterte, damals zu klein gewordene Kapelle, die vor dem Jahr 1474 erbaut worden war.

Eine Landeskollekte im Königreich Württemberg 1869 legte den Grundstock, und unzählige Stunden Eigenleistung der Hagellocher Handwerker machten es möglich, dass ein solch stattliches Bauwerk in der seinerzeit armen Dorfgemeinde am Rande des Schönbuchs entstehen konnte. Der Plan für die Kirche stammt von Baurat Theophil Frey aus Stuttgart. Bei der Einweihung am 25. September 1904 war König Wilhelm II. von Württemberg anwesend.

In den Jahren 1953 und 1998 wurde die Kirche innen gründlich renoviert und in den Jahren 1967 und 1998 wurden Putz und Fassade ausgebessert und erneuert sowie die Außenanlagen grundlegend umgestaltet. So gelangt man jetzt von zwei Seiten über einen rollstuhlgerechten Zugang stufenlos in die Kirche. Das Denkmal für die Gefallenen der beiden Weltkirege ist in den Treppenbereich vor dem Haupteingang mit einbezogen.

Das Kirchengebäude zusammen mit der Bestuhlung und dem Orgelprospekt wurde vom Architekten als Gesamtkonzept geplant, deshalb steht die Hagellocher Kirche unter dem Ensembleschutz des Landesdenkmalamtes.


Sehenswürdigkeiten

Beachtenswert sind die aus der Vorgängerkirche übernommenen Gegenstände: drei eichene Stützsäulen, datiert 1633 und 1732, die die Emporen tragen, ein Kruzifix, 1750 neu gefasst, mit sicherlich älterem Korpus, ein achteckiger, ausgehöhlter Taufstein, ein großes Tafelbild "Predigt Christi am See Genezareth" von Elisabeth Horlacher um 1858, sowie diverse Bilder in der Sakristei: Erzengel Michael (1720), Martin Luther (1858), und Philipp Melanchthon (1864).

Ins Auge fallen die drei farbigen Chorfenster, ausgeführt von der Firma Waldhausen und Ellerbeck aus Stuttgart. Sie stellen in kräftigen Farben die Geburt, die Kreuzigung und die Auferstehung Jesu dar. Nennenswert ist die Tafel aller in Hagelloch wirkenden evangelischen Pfarrer seit 1560 an der Südwand des Chorraums. Sie enthält berühmte Namen wie Wilhelm Zimmermann, später Hofprediger und Professor in Heidelberg, oder die drei Söhne des Tübinger Universitätskanzlers und Theologieprofessors Jakob Anreae, Jakobus, David und Johannes.

Beachtenswert ist die 1996 von Grund auf restaurierte Orgel. Sie wurde 1904 von Friedrich Schäfer als Instrument Nummer 127 der Firma C. L. Goll und Söhne in Kirchheim unter Teck gefertigt. Die Orgel mit pneumatischer Traktur verfügt über zwei Manuale und zwölf Register.

Über dem Hauptportal an der Ostwand steht eine Christusstatue des Bildhauers A. Gäckle aus Stuttgart, darunter ist der einladende Bibelspruch zu lesen: Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken" (Matthäus 11, 28).

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